Mensch und Sicherheit

Der Mensch belebt jede Sicherheitskultur

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Mensch und Sicherheit

Der Mensch – die Organisation – die Technik: Drei Faktoren, welche die Sicherheit im Unternehmen wesentlich beeinflussen. Im Bereich der Organisation und Technik wird vieles getan, um Schadenereignisse jeglicher Art zu unterbinden. Doch ohne angemessenes Verhalten der Mitarbeitenden auf allen Hierarchiestufen sind die Anstrengungen in dieser Richtung schnell wirkungslos. Der Mensch ist nach wie vor einer der grössten Risikofaktoren für die Unternehmen. Vielen Betrieben ist es trotz dieser Kenntnis nicht gelungen, eine erfolgreiche Sicherheitskultur aufzubauen. Helfen starke Regulatorien, Verbote und rigorose Überwachung eine gute Sicherheitskultur aufzubauen und zu leben? Oder sind es die menschlichen Entscheidungsspielräume, die eher zielführend sind?

Die Belastung der Mitarbeitenden ist aufgrund des geforderten Outputs gross und wird laufend grösser. Bleibt überhaupt Zeit, sich mit dem Thema Kultur und insbesondere Sicherheitskultur auseinander zu setzen? Überlasst man die Kultur dem Zufall? Wie erfolgreich eine Sicherheitskultur überhaupt ist, hängt zu einem grossen Teil von der Organisation aber auch von den bereits bestehenden kulturellen Konstellationen ab. Es leuchtet ein, dass eine Kultur nicht ohne weiteres auf ein anderes Konstrukt übertragen werden kann. Diese muss sich entwickeln. Und dafür gibt es auch keine Musterlösung. Aber es können wichtige Impulse für eine erfolgreiche Sicherheitskultur aus Schulungen, Erfahrungsberichten anderer Unternehmen, aus Normierungen und aus der Forschung gewonnen werden.

Die Fachtagung „Mensch und Sicherheit“ beschäftigt sich einleitend mit einem Awareness-Forschungsprojekt bei Schweizer KMUs, den Resultaten sowie den abgeleiteten Massnahmen. Die beiden Folgereferate thematisieren die Schwachstelle Mensch im Detail und zeigen auf, inwieweit Konflikte die Sicherheit gefährden, welche Verantwortung von den Unternehmen getragen werden muss und wie der wirtschaftliche Schaden aus verbotenen Handlungen der Mitarbeitenden beziffert wird.

Kann der Status quo einer Sicherheitskultur überhaupt ermittelt werden? Und wie? Welche Methoden sind zur richtigen, erfolgreichen Auswahl neuer Mitarbeiter entscheidend? Wie kann die Führungs- und Sicherheitskultur konzeptionell erarbeitet und umgesetzt werden? Wie sieht das Bedrohungsmanagement eines Unternehmens beispielhaft aus? Antworten auf diese und weitere Fragestellungen erhalten die Teilnehmenden von praxiserprobten Referenten.

Die Tagung bringt neue Fakten, Erkenntnisse, Trends und viele praktische Tipps. Die gewonnenen Erfahrungen aus den Praxisbeispielen lassen Parallelen und Schlüsse für die eigenen Security-Anstrengungen im Betrieb zu.

Die Tagungsleitung freut sich auf Ihre Teilnahme.


Zur Einladung als PDF-Datei

Tagungstermin
03.12.2014, Mittwoch

Veranstaltungsort
Zürich Marriott Hotel, Neumühlequai 42, CH-8001 Zürich
T: +41 44 360 70 70, F: +41 44 360 77 77
Veranstaltungsort auf Google Maps einsehen

Veranstalter
SAVE AG, Tittwiesenstrasse 61, CH-7000 Chur
T: +41 43 819 16 40, F: +41 43 819 16 50
info@save.ch, www.save.ch
Eine MediaSec-Tagung operated by SAVE AG

Patronat
SSI – Schweizerische Vereinigung unabhängiger Sicherheitsingenieure und -berater

Tagungsleiter
Eugen Leibundgut, Sicherheitsberater SSI, CH-Zürich-Wallisellen
Markus Good, Geschäftsführer SAVE AG, CH-Chur
Daniel Beer, Berater SAVE AG, CH-Küsnacht

Teilnahmepreis
CHF 660.00, Preis exkl. 8% MwSt.In der Gebühr enthalten sind zudem Pausenkaffee, Mittagessen inkl. Getränke sowie alle Unterlagen.

Preisermässigungen
Mitarbeitende der SSI-Mitgliedfirmen erhalten einen Rabatt von CHF 150.00 auf die Teilnahmegebühr.

Zielgruppe
Ausgewiesene Führungskräfte und Sicherheitsbeauftragte aus der Privatwirtschaft sowie dem öffentlichen Sektor. Leiter und Mitarbeiter der Abteilungen Unternehmenssicherheit, Organisation, Personal.
Sicherheitsverantwortliche, Krisen- und Notfallmanager, Riskmanager, Geschäftsleiter. Planer, Berater, Ingenieure sowie Lieferanten und Installateure von Sicherheitsprodukten.

Ausbildungsanerkennung
Von der SGAS als Ausbildungseinheit anerkannt. Gemäss Fortbildungsreglement der SGAS zählt diese Veranstaltung 2 Fortbildungseinheiten (FBE)

Anmeldung
Mit der Bestellkarte oder online unter www.save.ch

Anmeldeschluss
25.11.2014, Dienstag

Rücktritt / Annullation
Bis 5 Arbeitstage vor der Veranstaltung fallen für eine allfällige Annullation der Teilnahme keine Kosten an. Nach dieser Frist wird die Gebühr zu 100% verrechnet. Ersatzteilnehmer sind bis Tagungsbeginn kostenlos möglich.

Tagungssprache
Deutsch

Programmänderungen
Bleiben vorbehalten
09:20 Begrüssung und Einführung ins Tagungsthema Eugen Leibundgut, Sicherheitsberater SSI, Wallisellen
09:30 Security-Awareness im integralen Risikomanagement von KMU
  • Integrales Risikomanagement: Konzept und Möglichkeiten
  • Security Awareness als Systembewusstsein
  • Verteilte Intelligenz nutzen!
Jens Meissner, Prof. Dr. rer.pol., Forscher für Resilienzpraktiken, Luzern
10:00 Der Mensch – die Schwachstelle im Sicherheitskonzept
  • Konflikte gefährden die Sicherheit: Vom Konfliktpotenzial zur Eskalation
  • Konflikte setzen kriminelle Energien frei: Wenn Grenzen überschritten werden
  • Unternehmen tragen Verantwortung: Wenn Handlungsbedarf nicht erkannt wird
Markus Grutsch, Dr. rer.nat. Arbeitspsychologe, St. Gallen
10:30 Kaffeepause
10:50 Datenklau, Sabotage, Sachbeschädigungen – alles aus Neid und Frust?
  • Vertrauen – Vertrauensmissbrauch
Gianfranco Mautone, Spezialist für Wirtschaftsdelikte, Zürich
11:20 Kompetente Mitarbeitende als Grundlage für eine gute Sicherheitskultur
  • Autonomie versus Kontrolle bei der Sicherheitsförderung
  • Praxisberichte: Analyse und Weiterentwicklung von Sicherheitskultur
  • Die Rolle der Führung bei Veränderungsprojekten
Cuno Künzler, Dr. phil., Psychologe FSP, Schaffhausen
11:50 Mitarbeiterauswahl – kann ich Risiken vor der Anstellung erkennen?
  • Nachher ist man immer schlauer
  • Wirkungsvolle Anstellungsprozesse
  • Verhindert Datenschutz die Risiko-Erkennung?
Rolf Schatzmann, Chief Risk und Compliance Officer, Zürich
12:20 Diskussion – Fragen und Antworten
12:30 Mittagessen
14:00 Führungs- und Sicherheitskultur: Konzeptionelle Erarbeitung
  • „Von Awareness 1.0 zu 3.0“ – Awareness, Trends und Entwicklung
  • Social Engineering Methoden, Personentypen und Einfallstore
  • Wohin soll die Awareness-Reise eigentlich gehen? Wie schnell wollen Sie „dort sein“?
  • Viele Wege führen nach Rom – Welche sind mit Ihren Mitarbeitern begehbar?
Eugen Leibundgut, Sicherheitsberater SSI, Wallisellen
14:30 Bedrohungsmanagement in Unternehmen und Behörden
  • Amoklauf, Stalking und Sabotage: Warnsignale erkennen, einschätzen und entschärfen
  • Gesundheit und psychische Integrität von Mitarbeitern schützen
  • Aufbau eines zertifizierten Bedrohungsmanagements
Jens Hoffmann, Dr., Leiter Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement, Darmstadt
15:00 Kaffeepause
15:20 Praxisbeispiel: Security Awareness im Forschungs- und Hochschulumfeld
  • Herausforderung in der Sensibilisierung unterschiedlicher Zielgruppen (Mitarbeitende, Forschende/Lehrende, Studierende)
  • "Es ist doch noch nie etwas passiert!" – "Wir sind nicht im Focus!"
  • Aufrechterhaltung des Informationsflusses
  • Update der Zielgruppen
Adrian Meier
15:50 „Ein Käfig voller Alpha-Menschen“
  • Ausgangslage: Ausbildung und Awareness für den Führungsstab ausserordentliche Lagen (FaoL) des Unispitals Zürich
  • Die speziellen Herausforderungen für das Krisenmanagement eines Universitätsspitals
  • Ausbildung und Training der FaoL-Mitglieder
  • Bewusstseinsförderung am Beispiel einer Krisenstabsübung
Claudio Leitgeb, Bereichsleiter Sicherheit und Umwelt im USZ, Zürich
16:20 Diskussion – Fragen und Antworten
16:30 Ende der Veranstaltung
Grutsch Markus Dr. rer.nat. Arbeitspsychologe. Leiter des Kompetenzbereichs Qualitäts- und Projektmanagement an der Fachhochschule St.Gallen (IQB-FHS). Tätig in der Prävention psychischer Belastungen und Konflikte am Arbeitsplatz und Förderung der betrieblichen Gesundheits-, Sicherheits- und Vertrauenskultur.
Hoffmann Jens Dr. Jens Hoffmann ist Leiter des Instituts Psychologie & Bedrohungsmanagement. Seit mehr als zehn Jahren berät er Unternehmen, Behörden und Hochschulen im Umgang mit bedrohlichem Verhalten. Unter anderem unterstützte er mit seinem Team den Kanton Solothurn beim Aufbau eines umfassenden Bedrohungsmanagements.
Künzler Cuno Dr. phil., Psychologe FSP, Leiter der Personal- und Organisationsentwicklung der ETH Zürich sowie Lehrbeauftragter an der FHNW und selbständiger Berater von Unternehmen. Tätig in der Entwicklung von Personen und Organisationen bei Führungs- und Sicherheitsfragen. Begleitung von Unternehmen bei der Analyse und Gestaltung von Projekten im Bereich der Förderung von Sicherheitskultur.
Leibundgut Eugen Master of Science ETH, Master of Business and Engineering, Partner und Mitglied der Geschäftsleitung bei RM Risk Management AG, einer spezialisierten Unternehmensberatung für Fragen der Unternehmenssicherheit, 
den Aufbau und die Entwicklung von Führungs- und Sicherheitskulturen. Seit über 25 Jahren coached und begleitet er Führungskräfte und Fachspezialisten national und international in verschiedensten Branchen.
Leitgeb Claudio Dipl. Verwaltungsmanager (Hochschule Luzern). Bereichsleiter Sicherheit und Umwelt im Universitätsspital Zürich (USZ). Mehrere Jahre Leitung Straf- und Massnahmenvollzug (Justizvollzugsbehörde). Mehrjährige Führungstätigkeit in kantonaler Migrationsbehörde. Polizeiausbildung und einige Jahre im Polizeidienst tätig.
Mautone Gianfranco Franco Mautone leitet die Abteilung Forensic Services, Governance, Risk & Compliance, PwC Schweiz mit Sitz in Zürich, welche 32 Spezialisten mit verschiedenem Hintergrund und Nationalitäten umfasst. Das Team untersucht Wirtschaftsdelikte aller Art und unterstützt Unternehmen bei der Implementierung von Compliance Massnahmen.
Meier Adrian Dipl. Kaufmann und Polizist. Seit 7 Jahren Bereichsleiter Security im Stab Sicherheit-, Gesundheit und Umwelt (SGU) der ETH Zürich. 15 Jahre Polizeidienst teilweise mit Stabs- und Führungsaufgaben. Mehrjährige Tätigkeit in der Security eines international tätigen Pharmabetriebs.
Meissner Jens O. Prof. Dr. rer. pol., ist Professor für Organisation, Innovation und Risikomanagement an der Hochschule Luzern. Er ist Ko-Leiter des Masterstudiums in Risk Management und forscht im Bereich organisationaler Resilienzpraktiken. Der promovierte Staatswissenschaftler ist zudem Gründer und Verwaltungsrat des Instituts für Wirtschaftsstudien Basel und Vorstandsmitglied im Netzwerk Risikomanagement.
Schatzmann Rolf Chief Risk und Compliance Officer der Renova Group. Über 30 Jahre tätig in den Bereichen Sicherheit, Investigation, Risk Management und Compliance. Von 1988 - 2001 war er Leiter des Bundessicherheitsdienstes und von 2001 - 2011 Partner bei zwei internationalen Wirtschaftsberatungsunternehmen.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

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Die Veranstaltung ist ausgebucht.