Chemikaliensicherheit – ein Jahr der Veränderung

Chemikaliensicherheit – ein Jahr der Veränderung

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Chemikaliensicherheit – ein Jahr der Veränderung

Im Gefahrstoff- und Gefahrgutbereich sorgt das Jahr 2015 für viel Spannung verursacht durch Veränderungen. Im Bereich GHS/CLP – internationales System für einheitliche Gefahrenbewertung und Kennzeichnung von Chemikalien – endet Mitte 2015 die Übergangsfrist für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Gemischen: Wo bisher noch die alten Kennzeichnungen zulässig waren, wird ab Stichtag 1. Juni 2015 ausschliesslich die CLP-Verordnung gelten. (Keine Regel ohne Ausnahme, für Lagerbestände läuft die letzte Frist erst 2017 ab.)

Ein Grossteil der chemischen Produkte auf dem Markt wird auf die neue Kennzeichnung umgestellt. Damit verbunden sind neue Sicherheitsdatenblätter, womit auch die entsprechenden Betriebsanweisungen angepasst werden müssen. Nicht zu vergessen ist die Instruktion der Mitarbeiter, denn die GHS-Piktogramme sind nicht immer selbsterklärend.

Die Übernahme der REACH-Verordnung in die Schweizer Gesetzgebung ist im Gange und sorgt laufend für Verwirrung und Verunsicherung: Die Unterscheidung von neuen und alten Stoffen oder die Verwendung von Chemikalien auf der Kandidatenliste sind nur zwei Beispiele, mit denen Betriebe momentan konfrontiert werden.

Auf den 1. Januar 2015 treten ausserdem neue Gefahrgutvorschriften in Kraft. Mit dem ADR 2015 sind wieder einmal zahlreiche Änderungen zu erwarten, unter anderem bei den Freistellungsregeln und bei einigen Kennzeichnungselementen. Eine gute Gelegenheit, sich wieder einmal mit dem Thema Gefahrguttransport im Betrieb auseinanderzusetzen. Denn auch Betriebe, die keinen Gefahrgutbeauftragten ernennen müssen, unterstehen doch den Vorschriften des ADR!

Bei all diesen Gesetzesanpassungen darf nicht vergessen werden, worum es beim Gefahrstoffmanagement eigentlich geht: Im Mittelpunkt muss das Verhindern von Personen- und Umweltschäden stehen. Unsachgemässe Handhabung von brennbaren Stoffen kann zu verheerenden Explosionen und Bränden führen. Nachlässigkeiten bei der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und der Arbeitshygiene kann langfristig Berufskrankheiten bei den exponierten Mitarbeitern zur Folge haben. Und werden umweltschädigende Stoffe falsch gelagert, riskiert man im Fall einer Leckage die Verschmutzung und nachhaltige Schädigung von Flüssen, Seen und Grundwasser.

Egal ob Chemie das Hauptgeschäft oder nur ein notwendiges Übel ist: Wer gewerblich mit Chemikalien hantiert, steht in der Verantwortung. Bei der vorliegenden Fachtagung versuchen wir, das ganze Spektrum von der rechtlichen Situation bis zu den praktischen Fragen zu sicherem Transport, Lagerung und Verwendung von Chemikalien abzudecken. Experten aus den verschiedenen Bereichen geben Einblick in die Feinheiten der Gesetzgebung und machen konkrete Lösungsvorschläge für die Probleme in der Praxis.

Herzlichen Dank bereits heute für Ihre Teilnahme.
Die Tagungsleitung.


Zur Einladung als PDF-Datei

Tagungstermin
12.03.2015, Donnerstag

Veranstaltungsort
Zürich Marriott Hotel, Neumühlequai 42, CH-8006 Zürich
T: +41 44 360 70 70, F: +41 44 360 77 77
Veranstaltungsort auf Google Maps einsehen

Veranstalter
SAVE AG, Tittwiesenstrasse 61, CH-7000 Chur
T: +41 43 819 16 40, F: +41 43 819 16 50
info@save.ch, www.save.ch

Eine Tagung der MediaSec AG und SAVE AG

Patronat
SSI – Schweizerische Vereinigung unabhängiger Sicherheitsingenieure und -berater

Tagungsleiter
Dr. Jürg Liechti, Sicherheitsberater SSI, CH-Gerlafingen
Dr. Matjaz Ros, Sicherheitsberater SSI, CH-Zürich
Markus Good, Geschäftsführer SAVE AG, CH-Chur
Daniel Beer, Berater SAVE AG, CH-Küsnacht

Teilnahmepreis
CHF 645.00, Preis exkl. 8% MwSt.In der Gebühr enthalten sind Pausenkaffee, Mittagessen inkl. Getränke sowie alle Unterlagen inkl. Teilnahmezertifikat.

Preisermässigung
Mitarbeitende der SSI-Mitgliedfirmen erhalten einen Rabatt von CHF 150.00 auf die Teilnahmegebühr.

Zielgruppe
Chemikalien-Ansprechpersonen im Unternehmen. Sicherheits- und Gefahrgutbeauftragte.
Supply-Chain-Manager. Verantwortliche für Lagerhaltung und Betriebsleiter.
Verantwortliche für Lagerhaltung und Betriebsleiter.
Chemikalien-Sachkenntnispersonen und Chemikalien-Fachkenntnispersonen.
Spezialisten, Behördenvertreter und Berater, welche sich mit Fragen der Arbeitssicherheit, Chemie, Gefahrstoff, Gefahrgut, Explosionsschutz auseinandersetzen.
Beauftragte für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.
EKAS- und ASA-Spezialisten, KOPAS.

Ausbildungsanerkennung
Von der SGAS als Ausbildungseinheit anerkannt. Gemäss Fortbildungsreglement der SGAS zählt diese Veranstaltung 2 Fortbildungseinheiten (FBE).

Anmeldung
Mit der Bestellkarte, via Mail mit allen relevanten Angaben an info@save.ch oder direkt online unter www.save.ch

Anmeldeschluss
05.03.2015, Donnerstag

Rücktritt / Annullation
Bis 5 Arbeitstage vor der Veranstaltung fallen für eine allfällige Annullation der Teilnahme keine Kosten an. Nach dieser Frist wird die Gebühr zu 100% verrechnet. Ersatzteilnehmer sind bis Tagungsbeginn kostenlos möglich.

Tagungssprache
Deutsch

Programmänderungen
Bleiben vorbehalten
09:20 Begrüssung und Einführung ins Tagungsthema Dr. Jürg Liechti, Sicherheitsberater SSI, Gerlafingen
09:30 Gefährdungsermittlung bei Chemikalien
  • Physikalisch-chemische und toxikologische Wirkungen
  • Wirkungswege und Exposition
  • Methoden der Gefährdungsermittlung
  • Anwendbarkeit von Expositionsmodellen
Matjaz Ros, Dr., Sicherheitsberater SSI, Zürich
10:00 Chemikalienrecht – Alles fliesst
  • Übersicht Chemikalienrecht
  • Aktuelle Entwicklungen
  • Auswirkungen von GHS in diversen Bereichen
  • Beispiele aus dem Vollzug
Urs Näf Dipl. Chem. Ing. ETH, Kantonales Labor Zürich
10:30 Kaffeepause
10:50 REACH – seit 8 Jahren aktuell
  • REACH betrifft Alle
  • REACH konsolidiert bestehende Vorschriften
  • die wesentlichen Forderungen von REACH
Bernhard S. Bühler, Dr. sc. techn ETHZ, Sicherheitsberater, Luzern
11:20 Sicherheitsdatenblätter – brauchbares Instrument oder notwendiges Übel?
  • Neue Anforderungen nach REACH
  • Erstellung und Qualität
  • Nutzung für den sicheren Umgang mit Chemikalien in Betrieben
Philippe Kindler, Dipl. Umwelt-Natw. ETH, Sicherheitsberater SSI, Zürich
11:50 Neuer Wein in alten IBCs - Praktische Umsetzung der Gefahrgutvorschriften ADR 2015
  • Die Grundlagen: Verpacken, Bezetteln, Versenden
  • Die Freistellungen: 1000 Punkte, LQ und co.
  • Die wichtigsten Neuerungen im ADR 2015
Mathias Breimesser, Dr.-Ing., Sicherheitsberater SSI, Gerlafingen
12:20 Diskussion – Fragen und Antworten
12:30 Mittagessen
14:00 20 Jahre ATEX – Alles im Griff?
  • Neues aus Labor und Normen
  • Fehlinterpretationen
  • Schwachstellen
Georg Suter, Dr., Geschäftsführer, Basel
14:30 Die Trilogie Umschlag – Lagerung – Löschwasserrückhaltung
  • Umschlag: Gesetzliche Vorgaben
  • Umschlag: Umsetzung in der Praxis bei Neubauten, bestehenden Bauten
  • Lagerung: Gesetze und wie bringt man diese unter einen Hut?
  • Lagerung: Wichtigste Lagergrundsätze baulich/technisch
  • Lagerung: Wie gelange ich zu einem Lagerkonzept?
  • Löschwasserrückhaltung: Gesetzliche Vorgaben, Systematik (Wassergefährdungsklassen etc.)
  • Löschwasserrückhaltung: Berechnung des Volumens
Peter Mario Dell’Ava, AWEL, Zürich
15:00 Kaffeepause
15:20 Umgang mit Chemikalien aus arbeitshygienischer Perspektive
  • Arbeitshygieniker: Ein relevanter Akteur im Gesundheitsschutz
  • Wahrnehmung und Einschätzung von Gefahrenquellen
  • Schutzmassnahmen und Evaluation der Wirkung
Andreas Martens, dipl. Ing. ETH, Arbeitshygieniker, Zürich
15:50 Chemikalien: Ein Randprodukt und seine Auswirkungen
  • Erstellen Gefahrenstoffkonzept
  • Auf der Suche nach Gefahrenstoffen (Gefahrenstoffliste)
  • Umsetzung und Umgang mit Chemikalien
  • Sensibilisierung und ständiges à-jour-halten
Rolf Sonderegger, SiBe, QM, Thommen Recycling, Kaiseraugst
16:20 Diskussion – Fragen und Antworten
16:30 Ende der Veranstaltung
Breimesser Mathias Dr.-Ing. der Werkstoffwissenschaften, Master of Science ETH in Chemie, Projektleiter Neosys AG, Abteilung RisCare. Gefahrgutbeauftragter für Strasse und Schiene ADR/RID sowie Luftverkehr (ICAO/IATA PK1).
Bühler Bernhard S. Dr. sc. techn. ETHZ, dipl. ing chem ETHZ. Tätig in der Beratung zum produktbezogenen Umweltrecht, freier Senior Consultant bei Neosys AG. 11 Jahre Erfahrung in der Auslegung und der Anwendung des produktbezogenen Umweltrechts (EU, CH, global) als Environmental Manager bei Siemens Building Technologies bis zum altersbedingten Austritt.
Dell’Ava Peter Mario Dr. sc. techn., dipl. Chem. Ing. ETH. Leiter der Sektion Betrieblicher Umweltschutz und Störfallvorsorge, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Kanton Zürich. Seit rund 25 Jahren in den Fachthemen im Bereich Betrieblicher Umweltschutz tätig. Mitglied des Centre de Compétences Industrie und Gewerbe des VSA (Verband Schweizerischer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute).
Kindler Philippe Dipl. Umwelt-Natw. ETH, Sicherheitsingenieur nach EigV, Risikoberater bei der SRB Assekuranz Broker AG, Zürich. Versicherungsbroker und Beratung für Unternehmen mit den Schwerpunkten Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Brandschutz, Umweltmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung.
Liechti Jürg Dr. sc. nat., Physiker ETH, Sicherheitsberater SSI, CEO Neosys AG und Leiter Riscare Safety Consultants, Gerlafingen. Spezialist für Riskmanagement und integrale Sicherheitssysteme.
Martens Andreas Dipl. Ing. ETH, Geschäftsleiter AEH Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG. Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Näf Urs Dipl. Chem. Ing. ETH, Leiter Abteilung Chemikalien, Kantonales Labor Zürich. Chemikalieninspektor seit 15 Jahren. Mitglied der Steuerungsgruppe Vollzug Chemikalienrecht von Bund und Kantonen.
Ros Matjaz Dr. sc. nat. ETH, Leiter Risk Engineering bei der SRB Assekuranz Broker AG, Zürich. Versicherungsbroker und Beratung für Unternehmen mit den Schwerpunkten Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Brandschutz, Umweltmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung.
Sonderegger Rolf Leiter ICT und Qualitätsmanagement bei der Thommen AG in Kaiseraugst, Sicherheitsassistent, seit 15 Jahren als SiBe in der Recycling-Branche, Mitglied der Arbeitsgruppe Arbeitssicherheit beim VSMR (Verband Stahl-, Metall- und Papier-Recycling Schweiz)
Suter Georg Dr. Georg Suter ist Geschäftsführer der Swissi Process Safety GmbH in Basel, die zur TÜV SÜD Gruppe gehört. Er hat an der ETHZ in Physikalischer Chemie promoviert und war danach während 10 Jahren Leiter des Sicherheitslabors von SANDOZ während 6 Jahren als Corporate Safety Officer von Clariant tätig.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

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