ARBEITSSICHERHEIT: Prävention und Motivation in der Praxis

Sicherheitsgerechtes Verhalten im Betrieb fördern

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ARBEITSSICHERHEIT: Prävention und Motivation in der Praxis

Wie fördern Sie sicherheitsgerechtes Verhalten in Ihrem Betrieb? Welche Anreize setzen Sie für effizientes und dennoch sicheres Arbeiten?

Psychologische Aspekte beeinflussen die Arbeitssicherheit stark. Der Faktor Motivation ist dabei ein zentrales Thema. Motiviert, effizient und dabei noch sicher seine Arbeitsschritte zu erledigen, dürfte Nahe am Optimalzustand sein. Wie gelingt es, sich diesem Zustand anzunähern, die Akteure optimal zu motivieren und eine angemessene Sicherheitskompetenz zu schaffen? Motivation ist eng mit Verhaltensweisen und Lernen vom Verhalten anderer Personen verbunden. Führt ein vorteilhaftes Verhalten zu positiven Konsequenzen, wird besagtes Verhalten öfters ausgeführt sowie tendenziell beibehalten. Umgekehrte Vorzeichen trägt das sich nachteilig auswirkende Verhalten. Es wird dadurch seltener praktiziert – Schlagwort Misserfolg.

Grundsätzlich möchte niemand bei seiner Arbeit verunfallen. Trotzdem lässt sich der Mensch auf der Suche nach neuen Herausforderungen zu riskantem Verhalten hinreissen. Dies liegt in der Natur des Menschen. Was kann dagegen unternommen werden? Durch die Erkenntnis, wo und in welchen Situationen sich der Mensch sicherheitswidrig verhält, kann mit geeigneten Massnahmen entgegengewirkt werden. Oftmals wird der Information über Gefährdungen und der direkten und persönlichen Ansprache zu den Mitarbeitenden betreffend Schutzmassnahmen eine zu geringe Priorität beigemessen. Die Kommunikation bleibt jedoch einer der Erfolgspfeiler für funktionierende Sicherheitsaktivitäten. Und je mehr die Beteiligten in Entscheidungsfindungen miteinbezogen werden, desto höher wird auch die Akzeptanz von den Sicherheitsmassnahmen sein.

Die Schwerpunkte der Tagung:

  • Motivations- und Präventionsaktivitäten und neue Skills für den SiBe
  • «Vision Zero» und weitere Kampagnen zur Senkung der Absenzen
  • Lehren aus Berufsunfällen und erfolgreicher NBU-Prävention

Möchten auch Sie mehr erfahren, wie die Absenzen weiter gesenkt werden können? Die Referenten vermitteln Methoden und konkrete Ansätze für motiviertes und sicherheitsgerechtes Verhalten im praktischen Alltag. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Die Tagungsleitung

 

Die Tagung ist von der SGAS als Fortbildung anerkannt.


Zur Einladung als PDF-Datei

.Tagungstermin
Dienstag, 6. März 2018

.Veranstaltungsort
Zürich Marriott Hotel, Neumühlequai 42, CH-8006 Zürich
T: +41 44 360 70 70
Veranstaltungsort auf Google Maps einsehen

.Veranstalter
SAVE AG, Tittwiesenstrasse 61, CH-7000 Chur
T: +41 43 819 16 40, F: +41 43 819 16 50
info@save.ch, www.save.ch

.Patronat / Fachliche Träger
swiss safety - Verband Schweizer PSA-Anbieter

.Tagungsleiter
Dominique Graber, Präsident swiss safety, Münchenstein
Markus Good, Geschäftsführer SAVE AG, Chur

.Teilnahmepreis
CHF 645.00, Preis exkl. 7.7 % MwSt.
In der Gebühr enthalten sind Pausenkaffee, Mittagessen inkl. Getränke sowie alle Unterlagen.

.Preisermässigung
Mitglieder des Verbandes swiss safety erhalten einen Rabatt von CHF 150.00 auf die Teilnahmegebühr

.Zielgruppe
Beauftragte für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und betriebliche Gesundheitsvorsorge.
Safety/Health/Environment-Manager. EKAS- und ASA-Spezialisten, KOPAS.
Verantwortliche für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Gesundheitsmanager, Ergonomen.
Geschäftsführer von KMUs, Betriebs-, Werks- und Personalleiter.
Spezialisten, Berater und Behördenvertreter, welche sich mit Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes auseinandersetzen.

.Ausbildungsanerkennung
Von der Schweizerischen Gesellschaft für Arbeitssicherheit SGAS als Ausbildungseinheit anerkannt. Gemäss Fortbildungsreglement der SGAS zählt diese Fachtagung 2 Fortbildungseinheiten.

.Anmeldung
Über das Online-Anmeldetool, mit der Bestellkarte oder via Mail mit allen relevanten Angaben an info@save.ch oder direkt online unter www.save.ch

.Anmeldeschluss
Montag, 26. Februar 2018

.Rücktritt / Annullation
Bis 5 Arbeitstage vor der Veranstaltung kostenlos; danach Teilnahmegebühr zu 100 % fällig; Ersatzteilnehmer bis Tagungsbeginn ohne Aufpreis möglich

.Tagungssprache
Deutsch

.Programmänderungen
Bleiben vorbehalten
09:20Begrüssung und Einführung ins Thema, ModerationDominique Graber, Präsident swiss safety, Münchenstein
09:30«Vision Zero» – für eine Arbeitswelt ohne Unfälle oder Krankheiten
  • Neue Arbeitswelt
  • Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden
  • «Vision Zero»
  • 7 goldene Regeln
Hans-Horst Konkolewsky, Generalsekretär IVSS, Genf
10:00Präventionsprogramm «Vision 250 Leben»: Endspurt – vom Know-how zum Do-how
  • Aktueller Stand: Zahlen, Daten, Fakten
  • VKF-Brandschutzvorschriften: Anforderungen und Möglichkeiten
  • Schwerpunkte für den Endspurt
  • Motivation zur Verhaltensänderung
André Meier, Abteilungsleiter Arbeitssicherheit, Suva Luzern
10:30Kaffeepause
10:5010 PSA-Regeln als motivierende Unfallverhüter
  • Regeln für die Praxis, einfache Anwendung
  • Einbezug, Rückmeldung, Bewusstmachung = Motivation und Gelingen
  • Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit in Einklang
  • Instruktion der PSA und Schulung
  • 2 Min. pro Tag über PSA sprechen – Toolbox als «Helferlein»
Urs Germann, Vize-Präsident swiss safety, Geroldswil
11:20Unfall mit schwerer Körperverletzung! Auswirkungen und Chancen
  • Beispiel eines Unfalls
  • Unfalluntersuchung durch Staatsanwalt, Polizei und Suva
  • Analyse durch den Gutachter
  • Gesetzliche Pflichten der Beteiligten
  • Wahrnehmung der Pflichten im Beispiel
  • Empfehlungen (Massnahmen) des Gutachters: Die Motivation, es besser zu machen!
Thomas Amrein, zertifizierter Experte, Sicherheitsing. SSI, Luzern
11:50NBU-Prävention: der Weg zum Erfolg
  • Warum sich NBU-Prävention lohnt.
  • Ein massgeschneidertes Konzept für jeden Betrieb
  • Erfolgsfaktoren für eine wirkungsvolle NBU-Prävention
Jeannette Jufer, Stv. Leiterin Abteilung Betriebe bfu, Bern
12:20Diskussion
12:30Mittagessen
14:00SBB Freizeitsicherheit: Gemeinsam sicher und gesund.
  • Sicherheits- und Qualitätskultur SBB
  • Sicherheit bei der SBB – eine Erfolgsgeschichte.
  • Daten, Zahlen, Fakten zu NBU
  • Blick in die Zukunft
Remo Kurt, Projektleiter SBB Freizeitsicherheit, Bern
14:30Ausbildung der «Spezialisten der Arbeitssicherheit»: Braucht es neue Strategien?
  • Wie beeinflussen Veränderungen in der Wirtschaft die Ausbildung
  • Akteure gestern, heute, morgen
  • Wohin kann die Reise gehen? Was kommt in den nächsten Jahren?
  • Wichtige Rahmenbedingungen
Peter Schwander, Präsident Verein höhere Berufsbildung ASGS, Bern
15:00Kaffeepause
15:20Warum verhalten wir uns (manchmal) nicht so, wie wir uns verhalten sollten? Psychologische Einflüsse beim Unfallgeschehen.
  • Was sind die Einflüsse auf das Unfallgeschehen?
  • Welche kognitiven Faktoren bedingen sicherheits- und regelwidriges Verhalten?
  • Welchen Einfluss hat Routine auf das Unfallgeschehen?
  • Welche Rolle spielen Diskrepanzen zwischen subjektiver und objektiver Gefährlichkeit in der Arbeitssicherheit?
  • Welche Empfehlungen zur Prävention von Unfällen lassen sich mit Bezug zu menschlichen, organisatorischen und technischen Faktoren ableiten?
Prof. Dr. Markus Hackenfort, Leiter Fachgruppe Verkehrs- und Sicherheitspsychologie, ZHAW Zürich
16:10Diskussion
16:20Ende der Veranstaltung
Amrein Thomas Sicherheitsberater NSBIV AG, Zertifizierungsstelle SIBE Schweiz; zertifizierter technischer und wissenschaftlicher Experte; dipl. Masch. Ing. HTL; Risk Manager, Sicherheitsingenieur, Sicherheitsberater SSI. Mehrjährige Erfahrung in der Erstellung von Risikoanalysen zur Personen- und Prozesssicherheit, Expertisen, ASA-Beratung, Auditierung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Unfalluntersuchungen, Risk-Engineering.
Germann UrsGeschäftsführer der Firma Audio Protect AG in Geroldswil. Über 20 Jahre spezialisiert für Gehörschutz und Kommunikation im Lärm. Kundenbereiche Industrie (alle Branchen), Motorsport (bis F1 und MotoGP), Musik (alle Musikarten) und Promo Gehörschutz für Veranstaltungen weltweit. Vorstandsmitglied des swiss safety Verbandes.
Graber DominiquePräsident swiss safety – Verband Schweizer PSA-Anbieter. Geschäftsführer und Inhaber von Unico Graber AG -safety eyewear- in Münchenstein. Unico Graber AG ist einw traditionsreiches, innovatives und international tätiges Produktionsunternehmen, spezialisiert in der Herstellung von Augenschutz.
Hackenfort MarkusProf. Dr., Leiter der Fachgruppe Verkehrs-, Sicherheits- & Umweltpsychologie an der ZHAW Dept. Angewandte Psychologie; forscht zu kognitionspsychologischen Ursachen von Verkehrs- und Arbeitsunfällen; entwickelt und evaluiert Interventionen zur Sicherheit in Kooperation mit Unternehmen der Privatwirtschaft und öffentlichen Hand.
Jufer JeannetteStv. Leiterin und Beraterin der Abteilung Betriebe der bfu-Beratungsstelle für Unfallverhütung. Sicherheitsfachfrau EKAS, Erwachsenenbildnerin eidg. FA, CAS Beratung in der Praxis ZHAW, NDS Weiterbildungsmanagement Uni Bern. Langjährige Erfahrung in der Beratung und Umsetzung von NBU-Präventionsmassnahmen in Unternehmen.
Konkolewsky Hans-HorstGeneralsekretär der internationalen Vereinigung für soziale Sicherheit (IVSS), Genf. Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Neue Wege müssen gefunden werden, um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu sichern. Die IVSS hat daher eine globale «Vision Zero» Kampagne gestartet. Jeder Arbeitsunfall und jede Berufskrankheit ist vermeidbar, 7 goldene Regeln weisen den Weg.
Kurt RemoProjektleiter SBB Freizeitsicherheit, Sicherheitsfachmann EKAS.
Meier AndréStudierte an der Universität Fribourg Mathematik und Physik und erwarb das Gymnasiallehrerdiplom. Neben einem Nachdiplomstudium als Wirtschaftsingenieur und EKAS-Lehrgängen als Sicherheitsfachmann beziehungsweise -ingenieur, schloss er 2008 als Master of Advanced Studies in Arbeit + Gesundheit an der ETH Zürich und der Universität Lausanne ab. Er leitet seit 2012 die Abteilung Arbeitssicherheit der Suva in Luzern.
Schwander PeterPräsident des Vereins für höhere Berufsbildung ASGS, Projektverantwortlicher EKAS Geschäftsstelle, dipl. Bau-Ing ETH, Sicherheitsingenieur EKAS. Mehrjährige Erfahrung als Sicherheitsbeauftragter im Untertagebau und als Leiter eines kantonalen Arbeitsinspektorates.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Anmeldung

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