Herausforderungen Chemikaliensicherheit und Störfallvorsorge: 29.01.2019

Gepostet von  Corina Stoffels   in  , ,      29.01.2019     5081 Views     Kommentare deaktiviert für Herausforderungen Chemikaliensicherheit und Störfallvorsorge: 29.01.2019  

Konsequenzen und Handlungsempfehlungen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen

Internationale Übereinkommen im Bereich Chemikaliensicherheit und die dynamische Chemikalienregulierung der EU erfordern eine stetige Weiterentwicklung des Schweizer Chemikalienrechts. Vor diesem Hintergrund müssen sich Unternehmen, die Chemikalien herstellen, importieren oder verwenden, den Herausforderungen stellen, mit der regulatorischen Entwicklung Schritt zu halten. Im Wandel befindet sich auch die Störfallvorsorge. Jüngst ist das neue Handbuch zur Störfallverordnung inklusive der zugehörigen Module umfassend überarbeitet worden. Die gesetzlichen, normativen Änderungen und Entwicklungen in den Bereichen Chemikaliensicherheit und Störfallvorsorge sind entsprechend die Treiber dieser Veranstaltung.

Neben dem gesetzlichen Rahmen ändert sich auch die betriebsinterne Situation stetig. Chemikalien werden ersetzt, Mengen angepasst, Rezepturen verändert, Räume umgenutzt und Abläufe optimiert. Ein Muss deshalb, den sach- und vorschriftsgemässen Umgang mit Chemikalien im Betrieb regelmässig zu prüfen. Auch die Themen Haftung und Verantwortlichkeiten gewinnen an Gewicht. Es stellen sich vermehrt Fragen zur praktischen Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben aus Sicht der Betriebe, der Vollzugsbehörden sowie der Versicherer.

Bei Bauvorhaben in der Nähe von Störfallanlagen ergeben sich immer mehr Konflikte, die einen verstärkten Koordinationsbedarf zwischen Raumplanung und Störfallvorsorge erforderlich machen. Hintergrund sind insbesondere die knappen Bodenreserven und das revidierte Raumplanungsgesetz, wonach ein verdichtetes Bauen nach innen stattfinden soll. Da störfallrelevante Anlagen und Wohnbauten näher zusammen rücken, ergeben sich neue Interessenskonflikte. Wie können Neubauten in bestehenden Bauzonen in der Umgebung von Störfallbetrieben mit möglichst geringer Risikoerhöhung realisiert werden? Sind bei bestehenden Betrieben zusätzliche Sicherheitsmassnahmen nötig? Wie können Betriebe proaktiv mit diesen Unsicherheiten umgehen? Welche Möglichkeiten der Risikoreduktion gibt es? Wo liegen die Grenzen? Und wer trägt die Kosten für die jeweiligen Schutzmassnahmen? Was ist bei der Umsetzung von Sicherheitsmassnahmen unter dem «Stand der Sicherheitstechnik» zu verstehen?

Viele Fragen stehen im Raum. Zentrale Antworten und leicht anwendbare Werkzeuge, welche eine rasche Aussage zur Chemikaliensicherheit und Störfallsituation erlauben, werden von den Referenten aufgezeigt.

Möchten auch Sie Antworten auf diese und ähnliche Fragen finden? Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

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